Kulturtipp

Kulturtipp vom 7. Januar 2018 – Torsten Sträter “Als ich in meinem Alter war”

Wie ersetzt man eigentlich ohne Geld eine Fleischwurst? Wie fährt man am Besten schwarz mit der Bahn und wie kommt man mit dem ganzen Quatsch eigentlich ins Fernsehen? – das alles erfahrt ihr in Torsten Sträters Buch “Als ich in meinem Alter war”. Torsten Sträter, 51 Jahre alt, ist gelernter Herrenschneider, seit einigen Jahren jedoch als Slampoet, Kabarettist und Autor unterwegs. Sein Erkennungsmerkmal: Eine schwarze Mütze. Sein mittlerweile drittes Buch “Als ich in meinem Alter war” enthält eine Menge Kurzgeschichten aus seinem Leben, oder wie es gewesen sein könnte. Häufig total überdreht, ziemlich absurd, aber sehr lustig! Am Besten lasst ihr euch die satirisch überspitzten Geschichten vorlesen, denn Geschichten wollen vorgelesen werden. Und das am Liebsten von Torsten Sträter persönlich. Mit seiner tiefenentspannten Art und seiner angenehm sonoren Stimme, lässt es sich einfach noch besser zu seinen Geschichten lauschen. Zum Beispiel bei dem Versuch, sich zusammen mit seinem Sohn eine Fleischwurst bei Dortmunds Metzgern zu erschnorren. Neben solchen Geschichten lassen sich in “Als ich in meinem Alter war” auch viele seiner “TV-Texte” finden, die er für seine Auftritte in der heute-show, Extra 3 oder Nuhr im Ersten geschrieben hat. Hier zeigt sich, dass er nicht nur rumblödeln kann, sondern auch das Zeug für politisches Kabarett hat. Der letzte Teil des Buches besteht dann allerdings wieder aus – wie Sträter es betitelt “völlig hirnverbranntem Zeug” – Texten, die so abstrus sind, dass sie auch mal abgelehnt wurden. Für einen Fan von Satire ist hier alles dabei! Die kleinen Geschichten lesen sich schnell weg und sind auch gut für Zwischendurch geeignet. Das Buch gibt es im Handel für rund 15 Euro. Viele seiner Geschichten könnt ihr aber auch auf Youtube finden.
Die Geschichte mit der Fleischwurst gibt es hier